Behördenführer

Regenwasserversickerung

Das Versickern von Niederschlagswasser von bebauten oder befestigten Flächen in das Grundwasser stellt eine Gewässerbenutzung dar. Die wasserrechtliche Einleitungserlaubnis hierfür erteilt die untere Wasserbehörde im Umweltamt der Stadt.

Allgemeine Informationen

Auch Regenwasser und andere Niederschläge können auf Dauer zu einer Verunreinigung von Grundwasser führen, wenn sie von bebauten oder befestigten Flächen abgeleitet und ohne Anschluss an die Regenwasserkanalisation versickert werden. Dies gilt insbesondere auf gewerblich genutzten Grundstücken, großen Parkplatzflächen und ähnlichen Einrichtungen. Es werden schadstoffhaltige Schmutzpartikel abgewaschen und über den Boden dem Grundwasser zugeführt. Daher ist in solchen Fällen die Prüfung der Zulässigkeit der Regenwasserversickerung durch die untere Wasserbehörde erforderlich.

Was wird benötigt?

- formloser Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis gem. §§ 4 und 10 Nds. Wassergesetz (NWG) zur Einleitung von Regenwasser in das Grundwasser (Versickerung) - Erläuterungsbericht - Beschreibung der Anlage - Ermittlung der angeschlossenen Flächen - geologische Daten (GW-Spiegel, Versickerungsfähigkeit des Bodens) ggf. Bodengutachten - techn. Berechnung nach ATV-Bl. 138 - Übersichtsplan 1:25000 oder 1:10000 - Lageplan 1:100 oder 1:250 - Längsschnitt

Wichtige Hinweise/Fristen

Eine Erlaubnis ist nicht erforderlich, wenn das Niederschlagswasser auf Dach-, Hof- oder Wegeflächen von Wohngrundstücken anfällt und auf dem Grundstück versickert werden soll; für die Einleitung des auf Hofflächen anfallenden Niederschlagswassers gilt dies jedoch nur, soweit die Versickerung über die belebte Bodenzone erfolgt. Nähere Auskünfte hierzu erteilt die untere Wasserbehörde.

Rechtsgrundlagen

§§ 4 und 10 Niedersächsisches Wassergesetz