Behördenführer

Erlaubnis nach § 27 Sprengstoffgesetz

Die Erlaubnis nach § 27 Sprengstoffgesetz berechtigt zum Erwerb und zum Verbringen innerhalb der Bundesrepublik sowie zur Aufbewahrung, Verwendung und Vernichtung von Schwarzpulver und / oder Nitrocellulosepulver.

Allgemeine Informationen

Die Erlaubnis wird von der für Ihren Hauptwohnsitz zuständigen Ordnungsbehörde erteilt, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Sie ist maximal auf fünf Jahre befristet und wird für eine bestimmte Höchstmenge an explosionsgefährlichen Stoffen erteilt. Voraussetzungen: - Zuverlässigkeit - Sachkunde - Bedürfnis - Geeignete Lagerstätte - Mindestalter: 21 Jahre

Was wird benötigt?

- Personalausweis oder Reisepass (bei Ausländern Nationalpass) - Lehrgangsbescheinigung - Bedürfnisbescheinigung -Plan über den Ort und über die Art der beabsichtigten Lagerung

Gebühren

- Erstausstellung: mindestens 80 Euro - Verlängerung: maximal 70 Euro - Unbedenklichkeitsbescheinigung: maximal 70 Euro

Wichtige Hinweise/Fristen

Zur Überprüfung der Zuverlässigkeit fordert die Ordnungsbehörde einen Auszug aus dem Bundeszentralregister (Strafregister- und Erziehungsregisterauszug) und dem staatsanwaltlichen Verfahrensregister an. Außerdem stellt sie eine Anfrage bei der Verfassungsschutzbehörde und der örtlichen Polizei. Die Sachkunde für den Umgang mit Schwarz- und Nitrocellulosepulver kann in Lehrgängen erworben werden, die von privaten Trägern angeboten werden. Bei Lehrgangsbeginn ist eine sogenannte "Unbedenklichkeitsbescheinigung" vorzulegen, die von der Stadt Cloppenburg ausgestellt wird und ca. 6 Wochen vorher beantragt werden sollte. Die Verlängerung einer Erlaubnis gem. § 27 SprengG muss vor Ablauf der alten Frist beantragt werden. Nach Ablauf der Frist muss die Behörde eine neue (und teurere) Erlaubnis ausstellen.

Rechtsgrundlagen

Sprengstoffgesetz und die dazu erlassenen Verordnungen

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