KulTour-Stadtführung

Der digitale Stadtführer „KulTour Cloppenburg“ geht an den Start

KulTour Cloppenburg ist ein digitaler Stadtführer von Menschen aus der Region für Menschen aus der Region, Neuzugezogene und Gäste. Mit Geschichten zum Anhören auf Hochdeutsch, Plattdeutsch und Niederländisch, mit historischen Bildern und vielen Zusatzinformationen werden die Orte und die Stadtgeschichte lebendig. Auf der Übersichtskarte lassen sich leicht interessante Orte in der Stadt und spannende Geschichten zu Themen wie Stadtgeschichte, Architektur, Kultur, besonderen Persönlichkeiten und noch mehr entdecken. Die Inhalte können über QR-Codes an interessanten Orten ("KulTourOrte") einfach und kostenlos mit dem Smartphone aufgerufen werden.

Alle Infos unter: https://www.kultour-clp.de/

Cloppenburg digital entdecken – Stadtgeschichte(n) partizipativ erforschen und erzählen

Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese und die Inhaberin der Königsapotheke, Dorothee Peus, enthüllen die neue Hinweistafel. Es moderiert Bernd Tabeling, Vorsitzender des Heimatvereins Cloppenburg. - Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese und die Inhaberin der Königsapotheke, Dorothee Peus, enthüllen die neue Hinweistafel. Es moderiert Bernd Tabeling, Vorsitzender des Heimatvereins Cloppenburg.
Foto: Dirk Paetow
Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese und die Inhaberin der Königsapotheke, Dorothee Peus, enthüllen die neue Hinweistafel. Es moderiert Bernd Tabeling, Vorsitzender des Heimatvereins Cloppenburg.
Foto: Dirk Paetow
Projektbeteiligte, Mitarbeiter*innen der Universität Vechta, Vorstandsmitglieder des Cloppenburger Heimatvereins, Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese und die Inhaberin der Königsapotheke, Dorothee Peus. - Projektbeteiligte, Mitarbeiter*innen der Universität Vechta, Vorstandsmitglieder des Cloppenburger Heimatvereins, Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese und die Inhaberin der Königsapotheke, Dorothee Peus.
Foto: Dirk Paetow
Projektbeteiligte, Mitarbeiter*innen der Universität Vechta, Vorstandsmitglieder des Cloppenburger Heimatvereins, Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese und die Inhaberin der Königsapotheke, Dorothee Peus.
Foto: Dirk Paetow
Wer etwas über die Geschichte der Königsapotheke und das Wirken ihres Gründers Johannes Bernardus Josephus König in Cloppenburg erfahren möchte, kann einfach den QR-Code auf der neuen Hinweistafel einscannen und der Geschichte auf Hochdeutsch oder auf Plattdeutsch lauschen. Auch historische Bilder hält der digitale Stadtführer „KulTour Cloppenburg“ bereit. - Wer etwas über die Geschichte der Königsapotheke und das Wirken ihres Gründers Johannes Bernardus Josephus König in Cloppenburg erfahren möchte, kann einfach den QR-Code auf der neuen Hinweistafel einscannen und der Geschichte auf Hochdeutsch oder auf Plattdeutsch lauschen. Auch historische Bilder hält der digitale Stadtführer „KulTour Cloppenburg“ bereit.
Foto: Dirk Paetow
Wer etwas über die Geschichte der Königsapotheke und das Wirken ihres Gründers Johannes Bernardus Josephus König in Cloppenburg erfahren möchte, kann einfach den QR-Code auf der neuen Hinweistafel einscannen und der Geschichte auf Hochdeutsch oder auf Plattdeutsch lauschen. Auch historische Bilder hält der digitale Stadtführer „KulTour Cloppenburg“ bereit.
Foto: Dirk Paetow

Der digitale Stadtführer „KulTour Cloppenburg“ geht an den Start

Im Rahmen des partizipativen Projekts KulTour Cloppenburg wurde am 20.10.2020 feierlich eine neue Hinweistafel an der Königsapotheke enthüllt und damit fiel auch der öffentliche Startschuss für den gemeinsam entwickelten digitalen Stadtführer auf www.kultour-clp.de. Auf dieser Tafel und bald an vielen weiteren interessanten „KulTourOrten“ in der Stadt sind QR-Codes angebracht. Darüber lassen sich Geschichten zum Lesen und Anhören (auf Hochdeutsch, Plattdeutsch und Niederländisch), historische Fotos, Karten, ein Stadtquiz, Touren zu unterschiedlichen Themen und viele weitere Informationen abrufen. Einfach und kostenlos werden so die Stadtgeschichte, Architektur, Kultur, besondere Persönlichkeiten und noch mehr Themen multimedial erfahrbar.

Die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft war der Schlüssel zu diesem Projektergebnis. Hinter dem Projekt stehen der Wissenschaftsladen „Science Shop“ der Universität Vechta mit Sitz in Cloppenburg und regionale Projektpartner, ohne deren vielfältige engagierte Beiträge ein solches Gemeinschaftswerk nicht möglich gewesen wäre: Der Heimatverein Cloppenburg, die Arbeitsgruppe des Archiv Stadtgeschichte, das Medienzentrum Cloppenburg, die Katholische Akademie Stapelfeld, die Stadt Cloppenburg, der Heimatbund Oldenburger Münsterland, das Museumsdorf Cloppenburg und die LEADER Region Soesteniederung. Außerdem waren zahlreiche Freiwillige aus Cloppenburg beteiligt, die ihre Ideen und Expertise, Fotos und weiteres Material beitrugen, die Texte schrieben, übersetzten und für die Tonaufnahmen vorlasen.

Die gemeinsame Arbeit an dem Stadtführer bot eine Gelegenheit für Bürgerinnen und Bürger, sich wissenschaftlich mit den Besonderheiten ihrer Stadt auseinanderzusetzen, ihre Geschichte mit zu erforschen, sie Anderen vorzustellen und so an der Erhaltung des gemeinsamen kulturellen Erbes der Region mitzuwirken. Viel Engagement floss in die Recherche zu so manchen Geschichten: Da mussten verschiedene Quellen zu Rate gezogen und verglichen, Dokumente aus Archiven gesichtet, historische Fotos aus dem Stadtarchiv und privaten Beständen beschafft und ausgewählt, und schließlich gut lesbare Texte verfasst werden. Parallel wurde, entsprechend den Wünschen und mit dem Feedback der Projektpartner, die digitale Infrastruktur für den Stadtführer in Form einer Webseite geschaffen.

In Zukunft soll der digitale Stadtführer unter der Beteiligung von vielen Menschen weiter wachsen. Es gibt noch zahlreiche Geschichten aus Cloppenburg, die es wert sind, erforscht und erzählt zu werden. Wer mitmachen möchte, findet Informationen dazu auf der Projektwebseite. Außerdem ist ein Ziel des Projekts, dass der digitale Stadtführer auch auf andere Städte und Regionen übertragbar ist. Erste Interessensbekundungen gibt es bereits.

Das Projekt KulTour Cloppenburg wurde vom Science Shop Vechta/Cloppenburg, der zur Universität Vechta gehört, koordiniert. Gefördert wurde es von Januar 2018 bis September 2020 durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung im Rahmen der Fördermaßnahme „LandKULTUR – kulturelle Aktivitäten und Teilhabe in ländlichen Räumen“. Die wissenschaftliche Leitung lag bei Prof. Dr. June H. Park aus dem Fach Designpädagogik der Universität Vechta.

 

Grußwort von Prof. June H. Park, Designpädagogik, wissenschaftlicher Leiter des Projekts

Ich gratuliere allen Projektbeteiligten für das gelungene Ergebnis des Projekts KulTour Cloppenburg, das trotz der Pandemiesituation zum guten Abschluss gebracht worden ist.

Ein Wissenschaftsprojekt, das so nah an der Region und den Menschen dort ist, ist etwas Außergewöhnliches. Viele Akteure waren an diesem Projekt beteiligt, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank, und mein besonderer Dank gilt den Bürgerinnen und Bürger, die sich aktiv in das Projekt eingebracht haben.

Ich hoffe, dass die initiierte Plattform, der digitale Stadtführer, weitere Interessen anzieht und künftig mit vielen Geschichten und Informationen gefüllt wird und von vielen Menschen innerhalb und außerhalb des Kreises Cloppenburg angenommen wird.

Grußwort von Prof. Michael Ewig, Vizepräsident für Forschung und Nachwuchsförderung

Im Namen des Präsidiums der Universität Vechta danke ich allen am Projekt „KulTour Cloppenburg“ Beteiligten sehr für Ihr Engagement und Ihre Zusammenarbeit, die ganz im Sinne der von der Universität Vechta verfolgten „Multidirektionalen Transfer-Strategie“ sind - was heißt das aber?! - Mit Ihrem ScienceShop in Cloppenburg, für dessen Unterstützung durch Stadt und Landkreis ich hiermit sehr danke, betreibt die Universität Vechta eine Einrichtung, die Brücken bilden möchte: zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, zwischen Orten und Regionen, zwischen unterschiedlichen Institutionen - insbesondere aber zwischen Menschen, die aus ihrer je eigenen Perspektive zu gemeinsamen Projekten beitragen. Die hier und heute als Projekt abzuschließende und zugleich als Produkt beginnende „KutTour Cloppenburg“ zeigt einmal mehr, dass - gefördert mit Mitteln der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, wofür ich ebenfalls ausdrücklich danke! - erst durch das Zusammenwirken unterschiedlicher Expertinnen und Experten etwas entsteht, das in der Tat mehr ist als „die Summe seiner Teile“!

-Dem Produkt „KulTour Cloppenburg“ wünsche ich - nach erfolgreichem Abschluss des Projektes - von nun an "einen guten Lauf“, auf dass es möglichst vielen „Neu-Gierigen“ Ein- und Ausblicke in ortshistorische Besonderheiten Cloppenburgs ermöglicht und gewährt - und so zur Wahrung kulturellen Erbes in einer Metropole des ländlichen Raumes beiträgt. Ich weiß, dass das Projekt selbst bereits interessierte Nachahmer*innen gefunden hat - und eben dies ist auch ganz im Sinne der “Multidirektionalen Transfer-Strategie" der Universität Vechta: Verbindungen in unterschiedliche Richtungen und zwischen verschiedenen Organisationen und Menschen anzubahnen, dies aber eben auch immer im Sinne eines fruchtbaren Austausches zwischen Wissenschaft und Gesellschaft!

Über Wissenschaftsläden und den Science Shop Vechta/Cloppenburg

Vermitteln zwischen Wissenschaft und Gesellschaft

Science Shops oder Wissenschaftsläden fördern wissenschaftliche Forschung mit partizipativen, teilhabenden Wissenschaftsmodellen. Die Idee der partizipativen Wissenschaft ist unsere Basis. Wir möchten allen einen offenen Zugang zu Wissenschaft zu ermöglichen. Dabei ist der Wissenschaftsladen eine Schnittstelle zwischen der Bevölkerung und den Forschungseinrichtungen im Oldenburger Münsterland. Forschung sollte zum Nutzen aller mitgestaltbar sein.

Seit Anfang der 1980er Jahre arbeiten Wissenschaftsläden unter unterschiedlichen organisatorischen Bedingungen in Westeuropa und Nordamerika an der Vernetzung von Wissenschaft und Gesellschaft. Seit 2012 betreibt die Universität Vechta den Science Shop Vechta/Cloppenburg, der seinen Sitz in der Cloppenburger Bahnhofstraße 57, vielen bekannt als das ehemalige Finanzamt, hat.

Kerngedanken der Arbeit von Wissenschaftsläden sind:

  •  Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen nicht nur großen, finanzstarken Unternehmen und Institutionen, sondern auch Bürgerinnen und Bürgern, Kleinunternehmen, Verbänden sowie insbesondere zivilgesellschaftlichen Einrichtungen und Initiativen von Nutzen sein.
  •  Forschen und Lernen sollen keine Einbahnstraßen sein. Themen und Arbeitsinhalte der Wissenschaftsläden kommen aus der Gesellschaft und werden gemeinsam mit und für die Gesellschaft bearbeitet. Die Idee heißt „partizipative Forschung“ bzw. „Community Based Research (CBR)“.
  •  „Service Learning“ ist ein Konzept, dass Studierende in die Arbeit der Wissenschaftsläden in Form von gesellschaftsrelevanten Praxis– oder Forschungsprojekten integriert.

Mehr über den Science Shop Vechta/Cloppenburg unter: https://www.wissen-teilen.eu/