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Städtische Cent-Spende unterstützt ambulanten Hospizdienst

Insgesamt 1000 Euro spendeten Stadtmitarbeiter*innen aus der Cent-Spende* für den Familiendienst des ambulanten Hospizdienstes für den Landkreis Cloppenburg e.V. Bei der Cent-Spende verzichten die Mitarbeiter*innen auf freiwilliger Basis auf einen kleinen Teil ihres Gehaltes. Bei der Stadt Cloppenburg ist dies der Betrag hinter dem Komma des Nettogehaltes, es kann grundsätzlich aber auch ein individueller festgelegter Betrag sein.

Die jeweiligen Summen werden direkt bei der monatlichen Gehaltsabrechnung für die Cent-Spende abgeführt. Auf jeder jährlichen Personalversammlung der Stadtverwaltung wird dann gemeinschaftlich entschieden, wofür die Cent-Spende verwendet wird. Vorab können Mitarbeiter*innen Ideen und Vorschläge für die Verwendung der Spende beim Personalrat einreichen.

„Als Mitarbeiter*innen auf uns zugekommen sind und vorgeschlagen haben, die Cent-Spende in diesem Jahr an den ambulanten Hospizdienst zu spenden, waren wir im Personalrat von der Idee sehr angetan und haben den Vorschlag gerne dem Kollegium auf unserer Personalversammlung unterbreitet. Dort fand die Idee sofort die Unterstützung aller Kolleg*innen und Kollegen,“ äußerste sich Reinhold Abeln, erster Vorsitzender des Personalrats zur Spende. „Wir freuen uns, dass wir mit der Spende das Ehrenamt in der Stadt Cloppenburg unterstützen können,“ so Abeln weiter.

Der ambulante Hospizdienst ist ein gemeinnütziger Verein mit rund 170 Mitgliedern und begleitet bzw. berät schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren An- und Zugehörige in schwierigen Lebenssituationen. Der Familiendienst ist ein wichtiger Bereich des ambulanten Hospizdienstes. Die ehrenamtlichen Kräfte im Familiendienst unterstützen die ganze Familie eines lebensverkürzt erkrankten Säuglings, Kindes oder Jugendlichen individuell in jeder Lebensphase der Erkrankung und in der Zeit des Abschiednehmens. Sie kümmern sich nicht nur um die erkrankten Kinder bzw. Jugendlichen, sondern sind auch für die Geschwister und Eltern da. Aktuell werden fünf Familien durch den Hospizdienst betreut, die sich auch untereinander bei regelmäßigen Treffen austauschen und einander Halt geben können.

Stellvertretend für die Belegschaft der Cloppenburger Stadtverwaltung überbrachten Reinhold Abeln (1. Vorsitzender Personalrat) und Karin Thobe (stellvertretende Vorsitzende des Personalrats) nun die gute Nachricht der Spende an Koordinatorin Hildegard Meyer und den Gregor Möller-Reemts (1. Vorsitzenden des Vereins).

Beide freuten sich sehr über die Spende. „Viele wissen gar nicht, dass nur die Sterbebegleitung von den Krankenkassen bezuschusst wird. All unsere anderen Angebote, wie beispielweise der Familiendienst oder die Trauerbegleitung, werden rein über Spenden finanziert. Ohne Spenden und all unsere vielen Ehrenamtlichen wäre das Angebot gar nicht realisierbar. Wir freuen uns, dass Sie an uns gedacht haben,“ zeigte sich Gregor Möller-Reemts dankbar.

„Das stimmt absolut. Man darf auch nicht vergessen, wie schön unsere Arbeit – trotz all der Trauer und all der Umstände ist. Immer wieder kommen Leute zu uns, die sich engagieren möchten, um etwas sinnstiftendes im Leben zu machen. Das ist unsere Tätigkeit auf jeden Fall und dazu bekommen wir so viel Dankbarkeit von den Menschen, die wir begleiten dürfen, entgegengebracht.“ schloss sich Hildegard Meyer an. Als Koordinatorin kümmert sie sich gemeinsam mit Anne-Christine Baro und Karin Kellermann um die Einsätze der rund 50 Ehrenamtlichen.

„Unser Verein lebt von Spenden und Ehrenamtlichen. Es gibt unterschiedlichste Möglichkeiten sich bei uns zu engagieren. Jede*r wird behutsam und individuell an die Aufgabe herangeführt. Auch eine reine Vereinsmitgliedschaft ist möglich und hilft weiter,“ so Hildegard Meyer. Ihr ist auch wichtig zu betonen, dass das kostenlose Angebot des Hospizdienstes für alle Menschen, unabhängig von Kultur und Religion, ist. Im Mittelpunkt steht immer der Mensch und seine Bedürfnisse.

Der ambulante Hospizdienst ist unter der Telefonnummer 04471/ 85 09 140 oder unter der Handynummer 0175/ 89 91 171 (24h Bereitschaft) erreichbar.