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zurück zur Übersicht | Artikel vom 10.10.2020

Cloppenburger Grundschulen sollen Bekenntnisschulen bleiben

In Cloppenburg gibt es aktuell sieben Grundschulen. Sechs dieser Schulen sind sogenannte Bekenntnisgrundschulen, in denen die Kinder nach den Grundsätzen eines christlichen Bekenntnisses unterrichtet werden. Zudem gibt es die Wallschule, die als einzige Grundschule Cloppenburgs für alle Bekenntnisse geöffnet ist.

Seit vielen Jahren steigt die Anzahl der Schülerinnen und Schüler anderer Bekenntnisse an den Cloppenburger Bekenntnisgrundschulen kontinuierlich an. Die vorgeschriebenen Quoten gemäß des Niedersächsischen Schulgesetzes ermöglichen eigentlich nur die Aufnahme eines bestimmten Prozentsatzes für andere Bekenntnisse. Aus diesem Grund wurde von der Stadtverwaltung eine Umfrage durchgeführt, in der über eine Umwandlung der Bekenntnisschulen zu „Grundschulen aller Bekenntnisse“ abgestimmt wurde. Bis zum 30. September konnten die Erziehungsberechtigten an der Umfrage teilnehmen und sich zuvor in einer Informationsveranstaltung mit der Thematik auseinandersetzen.

Im Ergebnis ist festzustellen, dass die Erziehungsberechtigten mehrheitlich keine Umwandlung der Bekenntnisgrundschulen wünschen.

Maßgeblich für die Wertung ist die gesamte Anzahl der Stimmberechtigten: Von den 1.109 stimmberechtigten Eltern, haben 595 an der Umfrage teilgenommen. Eine Nicht-Teilnahme zählt als „Nein-Stimme“, da für die Umwandlung die Mehrheit aller Erziehungsberechtigten benötigt wird. Im Verhältnis zu allen Stimmberechtigten sprechen sich durchschnittlich 23,2 % der Erziehungsberechtigten für eine Umwandlung aus. 76,8 % sind somit dagegen oder haben nicht abgestimmt. Das Ergebnis der Umfrage an den einzelnen Schulen ist jeweils ähnlich, es gibt kein hohes Streuungsmaß.

Schaut man sich lediglich die abgegebenen Stimmen an, so sind im Durchschnitt 43,2% für und 53,7% gegen die Umwandlung der Schulen in Grundschulen aller Bekenntnisse.

Das Ergebnis der Umfrage wird in dem eingerichteten Arbeitskreis, bestehend aus politischen Vertretern aller Fraktionen und den Schulleitungen der städtischen Grundschulen diskutiert. Anschließend erfolgt eine Beschlussfassung durch die politischen Gremien.

Das Niedersächsische Schulgesetz sieht eine erneute Umfrage in vier Jahren vor.