Aktuelles

zurück zur Übersicht | Artikel vom 27.07.2020

Nasen im Wind: Mit der Rikscha durch Cloppenburg

„Dürfen wir mitfahren?“ Die jungen Gäste einer Hochzeit waren bei der Probefahrt auf dem Rathausvorplatz Feuer und Flamme für das neue Gefährt.

Mit dem Projekt „Nasen im Wind“ sollen Seniorinnen und Senioren noch enger in das gesellschaftliche Leben der familiengerechten Kommune eingebunden werden.

So ermöglichen zukünftig drei Rikschas mobilitätseingeschränkten Seniorinnen und Senioren Ausflüge durch das Stadtgebiet und ins Grüne. „Das Angebot richtet sich an ältere Cloppenburgerinnen und Cloppenburger, besonders an jene, die aus alters- oder gesundheitsgründen in ihrer Mobilität eingeschränkt sind,“ erläutert Projektleiter Gregor Möller-Reemts bei der Vorstellung der ersten Rikscha am vergangenen Freitag. Auch Familien können das Angebot in Abstimmung mit der Bürgerstiftung nutzen, um z.B. die Großeltern mit auf Fahrradtour zu nehmen.

Die Idee kam ihm durch einen Fernsehbeitrag. „Ich hab das im Fernsehen gesehen und mir gedacht, dass das doch auch eine tolle Sache für Cloppenburg ist,“ so Möller-Reemts weiter. Doch bei der reinen Idee blieb es nicht. Er setzte sie in die Tat um und suchte Unterstützer und Förderer. Die fand er schnell, denn seine Idee begeisterte. Mit an Bord sind neben der Bürgerstiftung als Projektträger, die Ehrenamtsagentur, der Lions Club Cloppenburg, die LzO Stiftung, der Bezirksverband Oldenburg und die Kleebaum-Stiftung. Auch der Landkreis Cloppenburg und Stadt die Cloppenburg beteiligen sich im Rahmen des kleinen Demografieprojektes an dem Vorhaben. Zusammen konnte die Finanzierung für drei Rikschas im Wert von insgesamt 24.000 Euro gesichert werden. Zwei weitere Fahrzeuge werden im September geliefert.

Im nächsten Schritt sollen nun Gäste und Fahrer zusammengebracht werden. Gerne auch generationsübergreifend, denn das Miteinander steht bei allen Touren im Fokus. In engem Austausch mit den Senioreneinrichtungen in Cloppenburg sowie dem Hospiz wanderlicht sollen zukünftig interessierte Gäste für die Fahrten gefunden werden.

Für den Fahrdienst werden aktuell noch ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer über die Ehrenamtsagentur gesucht. Besonders stark muss man dafür nicht sein, denn die Rikschas sind mit E-Antrieb. Allerdings sollte man ein guter Radfahrer sein und vor allem auch Lust auf Gespräche mit den Gästen haben. Frische Luft und Bewegung gibt es gratis dazu. Für den Einsatz der Fahrer werden keine festen Zeiten festgelegt. Die Fahrerinnen und Fahrer können sich für ihre Fahrten individuell – je nach Zeitkontingent - mit der Ehrenamtsagentur abstimmen. Wer Interesse hat sich ehrenamtlich zu engagieren, kann sich an die Ehrenamtsagentur wenden.

Es spricht auch nichts dagegen sich mit Familie oder Freunden zu engagieren und gemeinsam mit einer Seniorin oder einem Senior als kleine Gruppe einen Ausflug zu unternehmen.

Ab dem 18. August ist die Ehrenamtsagentur wieder offen, E-Mails an info@ehrenamtsagentur.de sind jederzeit möglich.