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zurück zur Übersicht | Artikel vom 14.08.2019

Radwege in Cloppenburg: Holzsteg führt zukünftig über Feuchtwiesen

Der Radweg an der Soeste gehört zu den beliebtesten Radwegen im Stadtgebiet und hat eine lange Historie.

Bis 1983 diente der heutige Radweg entlang der Soeste der Friesoyther Wasserwacht lediglich als unbefestigter Unterhaltungsstreifen. Seitdem der Weg 1983 vom Landkreis Cloppenburg im Rahmen von Uferbefestigungsarbeiten geschottert wurde, nutzt die Öffentlichkeit ihn gern zum Wandern. Doch häufige Überflutungen und die einsetzende Verwitterung haben den Weg im Laufe der Jahre so stark beschädigt, dass eine Sanierung notwendig wurde, um die Verkehrssicherungspflicht zu gewährleisten. Gefördert durch „Prolandmittel“ wurde der Weg im Jahre 2000 daher durch die Stadt asphaltiert. Seitdem erfreuen sich auch Radfahrer an der schönen Strecke entlang der Soeste.

Die letzten 200m werden der Natur überlassen

Durch die hohe Frequentierung und die schwierigen Untergrundverhältnisse an der Soeste sind die vor rund 20 Jahren asphaltierten Wege nun erneuerungsbedürftig. Auch die Natur versucht sich immer wieder den Bereich zurückzuerobern. Zwischenzeitlich musste ein Teilbereich des Rad- und Wanderweges aufgrund von Böschungsabbrüchen zeitweise gesperrt werden. Auf den letzten 200 Metern wird das Gebiet daher aufgegeben und zukünftig komplett der Natur überlassen. Der alte Weg wird in diesem Abschnitt entfernt und durch einen Holzsteg über die angrenzenden Feuchtwiesen ersetzt.

Neuer Holzsteg lädt zukünftig zum Verweilen ein

Damit Radfahrer und Fußgänger auf den rund 170m weiterhin die schöne Aussicht in die Natur genießen können, werden auf dem Steg Bänke aufgestellt und zwei Aussichtsbereiche eingerichtet. Doch damit nicht genug. Damit sich Radfahrer und Fußgänger in Zukunft auf dem Rad- und Wanderweg sicherer begegnen können, wird der gesamte Weg – wo möglich – auf eine Breite von 2,50m ausgeweitet. Die komplette Maßnahme soll bis Ende 2019 abgeschlossen werden.

Der Zutritt zur Baustelle ist nicht nur verboten, sondern auch gefährlich.

Um sich selbst nicht zu gefährden, werden alle Bürger und Besucher der Stadt aufgefordert, sich an die ausgeschilderte Umleitung zu halten. Die Verletzungsgefahr durch den unebenen Boden ist nicht zu unterschätzen und auch die Abrutschgefahr durch das mögliche Wegbrechen der Böschung ist hoch. Wer versucht – verbotenerweise – durch die Baustelle zu gelangen, begibt sich selbst in große Gefahr.

Im Anschluss an diese Baumaßnahme wird die noch vorhandene Radwegelücke zwischen dem Radweg an der Soeste und dem Radweg an der Stalfördener Straße geschlossen. Nachdem der landwirtschaftliche Weg der Stadt Cloppenburg übertragen wurde, soll er nun auf einer Breite von 3,50m für den landwirtschaftlichen Verkehr sowie den Radverkehr ausgebaut werden. Die Arbeiten sind für 2020 geplant.

Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei ca. einer Million Euro. Die Maßnahme wird mit 500 Tausend Euro durch die NGVFG gefördert. Die Anliegerbeiträge liegen bei ca. 80 Tausend Euro.