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zurück zur Übersicht | Artikel vom 12.08.2019

Fuderfass bei Schachtarbeiten gefunden

Eigentlich wollten die Bauarbeiter bei den Arbeiten an der Kreuzung Löninger Straße, Lange Straße, Eschstraße und Kirchhofstraßenur einen Schacht setzen. Doch dabei entdeckten Sie ein Holzfass, das in gut zwei Meter Tiefe unter einem Fußboden aus Ziegelsteinen in den Boden eingelassen war. Der verantwortliche Bauleiter hat den Fund gleich gemeldet, sodass die Archäologen ihre Arbeit kurzfristig aufnehmen konnten. 

Nach ersten Erkenntnissen der Archäologen handelt es sich bei dem Fass um ein Fuderfass, dessen Bindung aus Weide besteht und daher aus dem 16. Jahrhundert stammen muss. Wofür es seinerzeit genutzt wurde lässt sich heute nur schwer sagen. Möglicherweise wurde das Holzfass zu einem späteren Zeitpunkt verbaut. Der darüber liegende Fußboden kann nach Einschätzung der Experten nicht vor 1880 errichtet worden sein, da beim Bau teilweise industriell gefertigte Steine verwendet wurden. Ob der Fußboden möglicherweise zu einem Gebäude gehört, ist noch nicht abschließend geklärt.

Die Arbeiten auf der Baustelle laufen weiter. Nur in dem Bereich des Fundes wurden sie für die Dokumentationsarbeiten der Archäologen unterbrochen. Dort sollen die Bauarbeiten Anfang der kommenden Woche wieder aufgenommen werden.