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zurück zur Übersicht | Artikel vom 10.08.2019

Großbaustelle voll im Zeitplan

Seit Anfang Juli ist der Kreuzungsbereich vor der St. Andreas Kirche für Sanierungsarbeiten voll gesperrt. Viele Bürgerinnen und Bürger fragen sich: „Was passiert da eigentlich?“

Auf der Großbaustelle zwischen Löninger Straße, Lange Straße, Eschstraße und Kirchhofstraße werden notwendige Sanierungsarbeiten im Bereich der Regen- und Schmutzwasserkanalisation durchgeführt. Die Rohrleitungen werden nicht nur erneuert, sondern auch im Durchmesser vergrößert und sind damit zukünftig besser für Naturereignisse, wie beispielsweise Starkregen, ausgelegt. Die erforderliche Baumaßnahme wird dazu genutzt den kompletten Verkehrsknotenpunkt zu erneuern. So werden auch die weiteren Versorgungsleitungen optimiert, die Ampelanlagen mit einer verbesserten Schalttechnik ausgestattet und die baufällige Straße neu asphaltiert. Zusätzlich werden die Fahrbahnmarkierungen neu gestaltet und die Nebenanlagen erneuert. Kurz gesagt: Von der Großbaustelle profitieren nach Fertigstellung Anlieger, Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger gleichermaßen.

Kampfmittelbeseitigungsdienst routinemäßig vor Ort

Wer aktuell einen Blick auf die Baustelle wirft, sieht Massen an Sand, offene Schächte sowie Bagger und Baumaschinen, denn die Auskofferungsarbeiten sind gerade abgeschlossen. Kein leichtes Unterfangen in diesem Bereich, denn während des zweiten Weltkrieges waren sowohl der nahegelegene Marktplatz als auch die St. Andreas Kirche Ziele von Bombenangriffen. Aus diesen Gründen ist bei den Auskofferungsarbeiten Vorsicht und die enge Zusammenarbeit mit einem Kampfmittelbeseitigungsdienst unabdingbar. Die Experten sind bei Erdarbeiten immer vor Ort und können mögliche Blindgänger frühzeitig erkennen. Glücklicherweise gab es hier bislang keinen Fund.

Archäologie im Stadtgebiet

Baumaßnahmen mit Auskofferungsarbeiten sind zudem ideal für archäologische Beobachtungen und gesetzlich sogar vorgeschrieben. So ist auf der Baustelle ein Archäologe anwesend, der mögliche Funde gleich in Augenschein nehmen und weitere Maßnahmen veranlassen kann. Wie wichtig die Arbeit der Archäologen ist, zeigt ein aktueller Fund. Beim Verlegen eines Schachtes sind Bauarbeiter auf ein Fuderfass gestoßen, das vermutlich aus dem 16. Jahrhundert stammt. Der verantwortliche Bauleiter hat den Fund gleich gemeldet, sodass Archäologen das Fass und den darüber liegenden Fußboden aktuell dokumentieren.Auch bei diesen Arbeiten ist der Kampfmittelräumdienst aus Sicherheitsgründen vor Ort. Die Arbeiten auf der restlichen Baustelle laufen natürlich weiter.

Wie geht es jetzt weiter?

Die Auskofferungsarbeiten sind abgeschlossen und die Kanalbauer seit einigen Tagen bereits am Werk. Sobald die Kanalarbeiten und die Arbeiten an den übrigen Versorgungsleitungen abgeschlossen sind, wird mit dem Aufbau der Straße begonnen. Um den Zeitraum der Beeinträchtigung für Anwohner, Bürger und Besucher der Stadt so gering wie möglich zu halten, arbeiten – sofern möglich - die Gewerke oft parallel. So finden neben den Kanalarbeiten, aktuell bereits die Arbeiten an den Nebenanlagen statt.

Bis zum Weihnachtsgeschäft soll die gesamte Baumaßnahme abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten in Höhe von ca. 930 Tausend Euro teilen sich die Stadt (ca. 470 TSD Euro) und der Landkreis (ca. 460 TSD Euro.)