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zurück zur Übersicht | Artikel vom 10.05.2019

Die Nordsee – Ein stimmungsvoller Musikabend mit Texten von Heinrich Heine

„Sei mir gegrüßt, du ewiges Meer“ - Zum Auftakt des diesjährigen Kultursommers Cloppenburgund Abschluss der Theaterforum Saisonwirddie Uraufführung des Liederabends „DIE NORDSEE“ am Mittwoch, 12. Juni, im Kulturbahnhof Cloppenburg gespielt. Der stimmungsvolle und heiter-melancholische Theaterabend mit viel Live-Musik der Landesbühne Niedersachen Nord / Wilhelmshaven feiert das Meer, zelebriert die Erfahrung unendlicher Weite und singt von der unbeschreiblichen Sehnsucht nach Heimat. Beginn ist um 20:15 Uhr, Eintrittskarten gibt es über Nordwest-Ticket (www.kulturbahnhof-cloppenburg.de, Cloppenburger Wochenblatt, Brandstraße 5, Tel.: 04471-92 25-0 und Stadthalle Cloppenburg, Mühlenstraße 20-22, Telefon 04471-92280).

Zum Inhalt: Ein junger Mann steht an der Küste und träumt von seiner Geliebten. Er wird sie finden und sie ihn, doch zuerst muss er auf eine Reise gehen. Mit diesem uralten Motiv beginnt Heinrich Heines lyrischer Zyklus DIE NORDSEE, den er 1826 als Hommage auf die Seefahrt verfasste. Er hatte mehrere Sommer auf Norderney verbracht und sich für das Meer begeistert: ,, Ich liebe das Meer wie meine Seele‘‘, gleichzeitig aber auch erlebt, wie die Schönheit des Meeres urplötzlich in unkontrollierbare Gewalt umschlagen kann. Heine greift die Märchen und Sagen der Küstenbewohner genauso auf wie Motive der griechischen Mythologie, in denen die Weite des Meeres sinnbildlich für den Freiheitsdrang des Menschen der Neuzeit steht.

Die Szenerie ist einer Hafenkneipe nachempfunden, die vier Darsteller*innen lassen einen wildromantischen und melancholischen szenischen Liederabend mit einer großen musikalischen Bandbreite entstehen. Regisseur Sascha Bunge und Komponist Stefan Faupel haben neben Heines Liederzyklus weitere Texte von Fernando Pessoa und Edgar Allan Poe mit viel Musik ineinander verwoben, die alle ein Thema haben: Exzesse der Liebe - Exzesse der Einsamkeit, und dabei die Wildheit des Meeres spüren lassen.

Foto: Martin Becker