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zurück zur Übersicht | Artikel vom 27.11.2018

Sprachbildung stand beim Elternnachmittag im Vordergrund

Was tragen Knäckebrot backen und Seilhüpfen zur Sprachentwicklung eines Kindes bei? Auf den Spuren dieser Frage haben sich viele Familien der Kinder der Kindertagesstätte Sonnenblume in Cloppenburg begeben.

Im Flur des Kindergartens kommen die Eltern bei Tee und Kaffee mit ihren Kindern und anderen Familien ins Gespräch. Fragekärtchen und Bilder regen dazu an, sich vom Kind erzählen zu lassen, welches Buch es am liebsten liest, wo es sich gerne versteckt und was es besonders gut kann.

Aus leeren Chipsdosen und Kartons basteln die Erzieherinnen der Krippe gemeinsam mit den Familien einfache Steckspiele. „Am liebsten spielen unsere Kinder in der Krippe mit einem selbstgebastelten Steckspiel in Raupenform. Dieses einfache Spiel animiert schon die Jüngsten zum Sprechen“, berichtet eine Erzieherin.

Vor einigen Tagen hat der Kindergarten Sonnenblume Eltern und Familien eingeladen. In einer ungezwungenen Atmosphäre haben sich die Eltern von ihren Kindern zeigen lassen, was diese im Kindergartenalltag erleben. Anhand von ausgestellten Bannern konnten sich Eltern über die frühkindliche Sprachbildung im Kindergarten informieren und außerdem viele praktische Ideen für zu Hause mitnehmen.

„Sprache findet überall statt, daher ist sie bei uns alltagsbasiert“, betont die Einrichtungsleiterin Silvia Oberschelp. Seit April 2016 nimmt die Kindertagesstätte am Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ teil. Seitdem ist auch eine zusätzliche Fachkraft beratend und begleitend in der Einrichtung tätig.

Natürlich ist auch die Bewegung nicht zu kurz gekommen: Auf dem Außengelände konnten Eltern mit ihren Kindern alte Kinderspiele ausprobieren und in der Sandkiste nach Schätzen graben. Besonders begeistert zeigten sich die Familien über die das Yoga-Angebot in der Turnhalle.

„Seit einigen Wochen wollen die Kinder im Gruppenalltag immer wieder Yoga machen. Deshalb haben wir kurzerhand unseren Bewegungsraum zum Yoga-Raum umfunktioniert“, erzählt eine Erzieherin. Zwei Drittel aller Familien, deren Kinder die Kita besuchen, nahmen die Einladung zur Familienaktion an. „Diese gute Beteiligung hat uns sehr gefreut“, berichtet Leiterin Oberschelp und fügt hinzu: „Uns ist es wichtig, dass jede Familie sich in unserer Einrichtung willkommen fühlt. Denn nur in der Zusammenarbeit mit den Familien kann frühkindliche Sprachbildung wirklich gelingen.“

Foto: Kerstin Kürschner