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zurück zur Übersicht | Artikel vom 08.11.2018

Klimadetektive auf den Spuren der Windenergie

Im Rahmen des Jojo-Programms der Roten Schule Cloppenburg in Zusammenarbeit mit der Klimaschutzmanagerin der Stadt, Wiebke Böckmann, besuchten die Rote Schule Klimadetektive einen Windpark in Emstek. Nach einem Empfang von Hermann Kalvelage vom Windpark Garther-Heide, ging es für die 15 Kinder in eine Windenergieanlage. Vorab erklärte Kalvelage den Kindern, wie ein Windpark funktioniert und wieviel Energie eine Anlage erzeugen kann. Eine Windenergieanlage erzeugt bei Volllast in einer Stunde so viel Strom wie ein Vier-Personen-Haushalt im Jahr benötigt. Insgesamt stehen im Windpark Garther Heide 19 Windenergieanlagen. Diese sind um die hundert Meter hoch und haben bis zu 41 Meter große Rotorenblätter.

Beeindruckend für die kleinen Detektive war, dass die Flügel eine solche Größe haben, dass man in ihnen laufen kann. „Die sehen von hier unten gar nicht so groß aus“, stellte die 10-jährige Neele fest.

Von der Firma Enercon führten Ingo Frey und Thomas Book die Kinder in die Technik im Inneren der Anlage ein. Thomas Book ist verantwortlich für die Wartung der Anlagen und kennt somit jede Leitung und Schraube. Dafür muss er schwindelfrei sein, denn für die Wartung geht es auch einmal hoch hinaus. Entweder mit einem kleinen Fahrstuhl oder mit Klettergurt und Helm eine schmale Leiter hinauf bis in die Spitze.

Am spannendsten war hier die Bedienung der Anlage am Schaltkasten. Hier durften die Kinder auch einmal selbst die Anlage oder die Lüftung und einen Signalknopf betätigen. Ganz schön laut wird es in der Windenergieanlage, wenn die Rotoren laufen. Draußen allerdingt hört man nur ein leises Surren.

Kein Wunder, denn die Anlage fährt bei voller Leistung zwei Megawatt ein. Ingo Frey erklärt: „Das ist ungefähr zu vergleichen mit 2700 PS.“

Gebaut werden die Anlagen wie ein Legoturm - nur mit riesigen Bauklötzen (Betonringen). Dies kann mehrere Wochen dauern, denn alleine der Schwerlastkran, der für den Aufbau benötigt wird, braucht schon eine Woche für den Aufbau.

„Toll, dass man aus Wind Strom machen kann“, stellte der 8-jährige Julius abschließend fest.

Foto: Britta Drees