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zurück zur Übersicht | Artikel vom 26.09.2018

Statement des Bürgermeisters zur geplanten Neurologie in Cloppenburg

Der Bürgermeister versteht die Welt nicht mehr. Die Landeskrankenhausplanung hat für die Region Weser Ems ein Defizit von 110 Betten in der Fachrichtung Neurologie festgestellt. Die Bedarfsanalyse von Herrn Dr. Bruckenberger sieht einen Bedarf von 51 Krankenhausbetten für den Landkreis Cloppenburg vor. Drastisch ist die mangelhafte Versorgung in unserer Region, der einzige weiße Fleck im Lande.

Die Ministerin und das Ministerium wollen diesem Fehlbedarf gerecht werden und schlagen 30 Betten für Cloppenburg vor, sachlich und fachlich begründet. Nun melden sich die Krankenhäuser drumherum, die das anders sehen. Gründe wie „Störung der bewährten Struktur" oder „lokalpolitische Interessen" werden genannt.

Tatsache ist, dass die Menschen in unserer Region schlechter gestellt sind als anderswo. Schlaganfallpatienten verlieren wertvolle Zeit, bevor sie fachlich betreut werden können.

Man fragt sich, wo die gleichwertigen Lebensbedingungen bleiben. Warum muss der Mensch in unserer Region mit höherem Risiko leben?

Der Bürgermeister hat deshalb einen Brief an die Ministerin gesandt, um sie in Ihrer Entscheidung zu bestärken. Ihr Vorschlag ist richtig für unser Krankenhaus und die Menschen in unserer Region.

Konkurrenzkampf und politische Interessen haben hier nichts zu suchen. In einem Notfall geht es um Leben und Tod und vor allem um Zeit.