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zurück zur Übersicht | Artikel vom 20.04.2018

Klimaschutz geht durch den Magen

Im Rahmen des dritten KlimaDates haben sich am Donnerstag, den 19. April, circa 20 junge Menschen beim KlimaDinner mit dem Thema Ernährung und Klimaschutz auseinandergesetzt. Schauplatz war die Küche der Roten Schule, wo ab 17.00 Uhr gemeinsam ein klimafreundliches Menü auf die Teller gezaubert wurde.

Auf der Speiskarte standen dabei eine Suppe aus regionalem Gemüse, Burger und ein Beerensorbet. Für die Zubereitung des Essens galt es möglichst viele Komponenten selbst herzustellen: Für die jungen Menschen hieß das beispielsweise Brötchen backen, Gemüsebratlinge herstellen und Mayonnaise und Ketchup selbst mischen. Dieser Ansatz ist nicht nur energiesparend und damit klimafreundlich, sondern kam bei den jungen Menschen auch sehr gut an. „Die Jugendlichen waren mit Eifer bei der Sache und haben Gemüse geschnitten, Soßen zubereitet und den Tisch für das gemeinsame Essen hergerichtet. Sie konnten erleben, wie klimafreundliches Essen in den Alltag einfließen kann“, so Thorsten Meyer von der Roten Schule.

Neben dem gemeinsamen Kochen und Essen bekamen die Jugendlichen Informationen und Hinweise für eine klimafreundliche Ernährung mit auf den Weg. Nahrungsmittel, die bei uns auf dem Teller landen, haben von der Agrarproduktion über die Verarbeitung, Vermarktung und den Vertrieb bereits beachtliche Treibhausgas-Emissionen verursacht. Von den rund 11t CO2, die in Deutschland jedes Jahr pro Kopf verursacht werden, fallen 13% auf den Bereich der Ernährung. „Statistisch gesehen wirft jedoch jeder Haushalt in Cloppenburg jährlich ein Viertel der Nahrungsmittel in die Mülltonne – pro Person und Jahr 80kg“, weiß Anke Kicker von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen. „Alleine diese Summe zu vermeiden, brächte einen Beitrag zum Klimaschutz.“

Beim KlimaDinner in Cloppenburg ging hingegen nichts in die Tonne. Was zum einen an dem umsichtigen Einkauf der Verantwortlichen und zum anderen an dem leckeren Essen lag. „Wir haben bei dem Einkauf vor allem auf regionale Produkte und Produkte in Bio-Qualität geachtet. An der großen gemeinsamen Tafel vor der Roten Schule kam das Essen bei allen gut an. Vor allem bei den warmen Temperaturen war das Beerensorbet ein wunderbar kühlender Abschluss“, so Klimaschutzmanagerin Wiebke Böckmann über die gelungene Veranstaltung.

Das KlimaDinner war ein kostenfreies Angebot für junge Menschen. Nach dem Flashmob Inseln Versenken und einer Filmvorführung ist das KlimaDinner der Abschluss der Veranstaltungsreihe KlimaDates.

Foto: © Christian Tombrägel